Küchelscheid (B) im Hohen Venn
 
 









Der Ort im Hohen Venn:

(502-553m) (Belgien)
Ortsteil der Gemeinde Bütgenbach/Belgien
Nähe Monschau (D) Kalterherberg

Küchelscheid im Hohen-Venn und liegt im deutsch-belgischen Grenzgebiet zwischen
Monschau/Deutschland und Elsenborn/Belgien.

Küchelscheid est un endroit dans les Hautes Fagnes, et est située dans la zone frontière germano-belge entre Monschau / Allemagne et Elsenborn / Belgique.




Belgien

Wichtige Rufnummern
aus Belgien


100 Feuerwehr


101 Polizei

Polizei Bütgenbach
Tel. 080/444811


Krankenhaus/Kliniken
in der Region:



Klinik St. Josef
Klosterstraße 9
4780 St. Vith
Belgien
Tel.:
+32 (0)80/ 85 41 11

St. Nikolaus Hospital
Hufengasse 4-8
4700 Eupen
Belgien
Tel.:
+32 (0)87/ 59 95 99

Eifel-Klinik
Eifel-Klinik St. Brigida

Kammerbruchstraße 8
52152 Simmerath/D
Tel:
+49 2473/ 89-0
Fax 
+49 2473/ 89-2444


Forstamt Elsenborn
Unter den Linden
4750 Bütgenbach
Tel:
+32 (0)80/446688
Geschichtliches Ostbelgien

1800

nach der Machtergreifung Napoleons wird Malmedy Sitz einer Unterpräfektur; Napoleons Feldzüge bescheren der Tuchmanufaktur in Eupen und Malmedy sowie den Gerbereien große Aufträge.

1814-1815
Die Kantone Eupen, Malmedy und St. Vith kommen an das Königreich Preußen; Moresnet mit den Galmeigruben bei Kelmis wird zum neutralen Gebiet erklärt, das von Preußen und den Niederlanden (ab 1831 Belgien) gemeinsam verwaltet wird; Errichtung von drei Kreisen: Eupen, Malmedy und St. Vith.

1871
Das Königreich Preußen einschließlich der Kreise Eupen und Malmedy geht im geeinten Deutschen Reich auf.

1919-1920
Infolge des Versailler Vertrags kommen die preußischen Kreise Eupen und Malmedy sowie Neutral - Moresnet an das Königreich Belgien.

1925
Die Kantone Eupen, Malmedy und St. Vith werden dem belgischen Staatsgefüge einverleibt; das Bistum Eupen-Malmedy wird aufgehoben, seine Pfarren kommen an das Bistum Lüttich.

1940
die Kantone Eupen, Malmedy und St. Vith werden durch das Deutsche Reich annektiert.

1944
Im Verlauf der Ardennenoffensive wird St. Vith fast völlig und Malmedy zu 3/4 zerstört.

1945
Belgien übernimmt wieder die Verwaltung der drei Kantone Eupen, Malmedy und St. Vith.
Einrichtungen:
 
Euregio Kindergarten

Euregio-Kindergarten
Küchelscheid

Auf dem Hau 22
4750 Küchelscheid/Belgien

Aufgrund einer Vereinbarung
zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, der Gemeinde Bütgenbach, der Stadt Monschau
und dem Kreis Aachen kann
der belgische Kindergarten auch von Kindern aus Monschau besucht werden.


Vereinshaus:
" Zum Haustock"

W.Prümmer,
Küchelscheid
Auf dem Hau 30


Camping:
Rickshelderweg - Küchelscheid
4750 Bütgenbach
Tel : 080/44 60 57
Fax : 080/44 44 42

Paulus Haus:
Auf dem Hau 50
4750 Bütgenbach - Küchelscheid

 

Taverne
Küchelscheid  




Homepage le cafe

le Café
Küchelscheid



Belgischer Rundfunk

Pfarrkirche

Pfarre Weywertz


Hotel-Restaurant
Bütgenbach-Weywertz
Eau Rouge

Die berüchtigste Kurve der Formel 1 wird in diesem Jahr wieder gefahren, da Spa (Belgien) in den Kalender zurückkehrt.

Die Fahrer donnern mit Vollgas die Linkskurve hinauf, sehen aber nicht das Kurvenende, sondern nur den Himmel.

anhören: Testfahrt Schumi

Ursprung

und Namen des Weilers Leykaul werden ohne Zweifel auf den Abbau des Schiefers zurückgeführt; Küchelscheid dagegen ist ein uralter Waldname für den ausgedehnten Eichen- und Buchenwald, der sich non der Rur über den Schwarzbach bis hinauf zum hohen Venn ausdehnte.

Zuerst war der Wald Königs- oder Reichs- oder auch Kammerwald und kam dann in den Besitz des Grund- und Lehnsherrn der Herrschaft Bütgenbach. Diese Grundherren von Bütgenbach waren später die Prinzen von Oranien und Nassau, welche den Grund und Boden und den Holzaufwuchs besaßen.

Glockenheide im Hohen Venn

Der Name Küchelscheid tritt erstmalig im Jahre 1489 auf, als der Prinz von Oranien und Nassau seinem Lehnsmann das Bütgenbacher Schloss "Schloss und Tal" mit Zubehör verlieh, darunter auch der Acker (= Bucheneckern und Eicheln) in den Busch gebannt "Kockerscheid".
Der Buchenbusch dehnte sich laut Vermessung des vereidigten Landmessers Heinrich Hansen über eine Fläche von 616 Morgen aus (1 Morgen machte nach unserem heutigen Maßsystem 51,00 Ar aus) und wurde alle 25 Jahre gehauen und gekohlt, d.h. zu Holzkohle verbrannt. Währen der Acker (= die Nutzung der Bucheckern und Eicheln) desselben Buschs also dem Freiherrn von Rolshausen, dem Vasall zustand war das Weiderecht in den Waldungen den Gemeinden Elsenborn und Nidrum vorbehalten.
Es wurde aber zusätzlich darauf hingewiesen, dass infolge der Kälte des Ortes die Bucheckern und Eicheln nur einen geringen Ertrag abwarfen.

Der Wald Küchelscheid blieb bis zum heutigen Tag Staatswald, aber die sieben Gemeinden des Hofs Bütgenbach erhielten unter der Regierung der Kaiserin Marie-Theresia im Jahre 1778 ihren Waldanteil.

Wollgras

Die Köhlerei

Bis ins 15. Jahrhundert hinein reicht die Nutzung des Buchenwaldes für die Gewinnung der Holzkohle als Energiequelle. Der Haupttransportweg war die Kupferstraße, die aus dem Aachener Revier, über Rötgen, westlich von Mützenich, über Richelsley und Küchelscheid verlief, wo sie nach wie vor als Kupferstraße benannt wird. Sie überquerte die Rur in der Nähe der Dienssief, führte den Regenberg hinauf und leitete weiter in Richtung Maastal, Luxemburg und Frankreich.

Bis zum Ende des Ancien Regime spendete die Holzkohle die erforderliche Energie in der Eisenindustrie, bevor die Steinkohle endgültig Verwendung fand. Die Herstellung von 100 kg Eisen verschlang 350 kg Holzkohle, die aus etwa 1500-1700 kg frischen Holz gewonnen wurde.
Die Buche lieferte die Holzkohle mit der höchsten Kaloriezahl , und da wundert es nicht, dass dem ausgedehnte Küchelscheider Buchenwald gewaltige Lücken geschlagen wurden. Mit "Im Hau" bezeichnet man noch auf vielen Karten den Küchelscheider Wald, was unmissverständlich auf das Abholzen des ehemaligen Buchenwaldes hindeutet, ein Name, der sich später bei der einheimischen Bevölkerung auf dem Weiler Küchelscheid, "om Hau" ("Auf dem Hau"), übertragen hat.

Im Küchelscheider Forst wurden innerhalb eines knappen Jahrhunderts annähernd 40.000 m³ Holz gefällt. Die Behörde versuchte diesem übermäßigen Holzeinschlag Einhalt zu gebieten, indem sie auch Anordnungen erließ, 32 samentragende Bäume je Morgen zu erhalten.
1690 blühte noch die Köhlerei, aber 1734 gab der Einnehmer bekannt, "dass im Forst Küchelscheid weder Bäume gefällt noch Holzkohle gewonnen werden könnte".

Mit der Preußenzeit nach 1815 setzte bald die systematische Aufforstung mit der schnellwüchsigen Fichte ein, die hier nicht einheimisch ist. Das Klima und der im allgemeinen feuchten Boden behagten dem "Preußenbaum", und er gedieh prächtig in der neuen Heimat.
Die schnellen Erträge ließen nicht auf sich warten, und obschon die Bevölkerung ihm anfangs wegen dem Verlust der Weide und der Heide feindlich gegenüberstand, erfreute er sich, nachdem die Holzeinschläge die Gemeindekassen aufbesserte, bald einer zunehmenden Beliebtheit.
Auch die Fichte hat zum Wohlstand der Eifel beigetragen, und es mussten sogar einschneidende Maßnahmen ergriffen werden, im nicht Eifel und Ardennen in eine eintönige, düstere Fichtenholzung versinken zu lassen.

Die erste Besiedlung

Die Ferraris-Karten erwähnen ihn noch nicht als Siedlung, den Ort Küchelschein, doch tritt in den begeleitenden Texten erstmalig die Mühle, un moulin à eau pour les grains (Wassermühle für Getreide) im Norden des Waldes Die Gemeinde in Erscheinung. Ob die Mühle zu besagter Zeit auch bewohnt war, ist kaum anzunehmen denn laut Katasterunterlagen von 1827 hatte der Eigentümer seinen Wohnsitz in Kalterherberg.

Die erste Siedlerfamilie waren die Eheleute Joseph Goffart, und seine Ehefrau Anna Maria Fohn aus Weywertz. Ob J. Goffart nun in Frankreich geboren wurde oder auf der Leykaul das Licht der Welt erblickte, sei dahingestellt. Hier weichen die Ansichten der Autoren voneinander ab: 1808 tritt Joseph Goffart noch auf Leykaul als Ardoisier (Schiefersteinbrecher) und ein paar Jahre später in Küchelscheid auf, wo ihm am 16. März 1811 eine Tochter, Maria Barbara, geboren wird.

Aus o.e. preußischen Kataster-Urahnrisse , die als unbedingt zuverlässig anzusehen sind, stellt sich heraus, dass die Flurbezeichnung "Küchelscheid" die Nummer 17 der Gemeinde Nidrum in der Bürgermeisterei Bütgenbach trägt und, dass der Wohnhof drei Gebäude umfasst.

Aus weiteren Katasterkarten geht hervor, dass der Rickshelder Weg 1899 vermessen wurde, während der Schwarbachweg (Am Schwarzbach) damals schon bestand. Die Küchelscheider Straße wurde zur gleichen Zeit erheblich verbreitert, nachdem ein Dutzend Häuser bestanden.

Quelle:
Gemeinde Bütgenbach






Küchelscheid-Leykaul hat derzeit ca. 90 Einwohner


Wetterstation in Küchelscheid

Die Wetterstation bei der Einweihung mit Jörg Kachelmann


Die solarbetriebene Wetterstation Küchelscheid liegt auf belgischem Hoheitsgebiet, lediglich 150 Meter von der deutsch-belgischen Grenze entfernt. Direkt am Fluss Rur gelegen, im Einmündungsbereich des Schwarzbaches, misst die Station ausschliesslich die Temperatur. Weitere Angaben über Luftfeuchtigkeit, Regen, Wind und Sonnenscheindauer werden durch die Daten der nur wenige hundert Meter entfernten Wetterstation Kalterherberg auf deutschem Territo-rium ermittelt. Bereits bei der Einweihung beider Stationen sprach man von der ersten grenz überschreiten den Wetterstation Europas. Die Tallage der Station Küchelscheid führt sowohl während des Tages als auch in der Nacht zu "Extremwerten". So ist es durchaus möglich, nachts die tiefsten und tagsüber die höchsten Temperaturen weit und breit zu registrieren.

Niemand begeht einen größeren Fehler als der, der nichts tut,
weil er glaubt, nur wenig tun zu können.


RAIL BIKE Hohes Venn

Das Rail Bike Hohes Venn ist eine neue touristische Attraktion im Herzen des Hohen Venns.
Der Ausgangspunkt befindet sich am ehemaligen Bahnhof von Kalterherberg in Leykaul.
Auf einer Strecke von 7 km können Sie in Ihrem eigenen Rhythmus auf der Eisenbahnlinie der Vennbahn durch eine herrliche Landschaft nach Sourbrodt radeln.
Dies geschieht auf so genannten Rail Bikes (Draisinen) auf denen 2 Erwachsene und drei Kinder (Kindersitz auf Anfrage) oder 4 Erwachsene Platz finden.
Die Fahrzeuge können so umgebaut werden, dass ebenfalls ein Rollstuhl untergebracht werden kann.
Nach einer Pause am Rande der Gleise, werden die Fahrzeuge in Sourbrodt umgedreht und Sie können wieder gemütlich Richtung Kalterherberg zurückradeln.
Die Fahrdauer inkl. Pause beträgt ca. 2 Stunden.

Es empfiehlt sich im Voraus zu reservieren:
Tel.: +32(0)80/68 58 90

Auch für Rollstuhlfahre(innen) geeignet:

Homepage: www.railbike.be


Wandern und Jagd im Einklang

Die Ostkantone sind als hervorragendes Wandergebiet bekannt und möchten dafür Sorge tragen, dass im Herbst und Winter die Sicherheit der Wanderer gewährleistet wird.

Die Hauptjagdzeit im Herbst erstreckt sich vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember. Im Januar können lediglich noch einige Treibjagden auf Wildschweine stattfinden.
Zur Sicherheit der Gäste sind die Jäger dazu verpflichtet bei Treibjagden auf Reh- und Rotwild Verbotsschilder an den Waldeingängen anzubringen und die Daten spätestens eine Woche vor Beginn der Jagd, dem verantwortlichen Forstamt mitzuteilen.

Treibjagden auf Wildschweine müssen aber manchmal am Tag selbst geplant werden.
Zur eigenen Sicherheit ist es absolut erforderlich, dass die Wanderer diese Sperrschilder berücksichtigen und im Falle von Treibjagd auf andere Waldgebiete ausweichen.

Generell kann festgehalten werden, dass an Sonn- und Feiertagen wenige Treibjagden stattfinden.
Da die Ansitzjagd in Ostbelgien die verbreiteteste Jagdart ist, werden die hiesigen Wälder an wenigen Tagen gesperrt. Die Ansitzjagd findet in der Regel abseits der Wanderwege statt.

Auf jeden Fall sollte man aber nie die Waldwege und offiziell ausgeschilderten Wanderwege und -pfade verlassen. In den meisten Waldgebieten gibt es keine zeitliche Begrenzung für das Betreten des Waldes.

Forstämter:

Büllingen,
St. Vither Str. 1,
4760 Büllingen,
Tel.: +32 (0)80/64 72 70

Elsenborn,
Unter Linden 5,
4750 Elsenborn,
Tel.: +32 (0)80/44 66 88

Eupen 1,
Haasstr. 7,
4700 Eupen,
Tel.: +32 (0)87/85 90 20

Eupen 2,
Haasstr. 7,
4700 Eupen,
Tel.: + 32 (0)87/85 90 30

Malmedy,
Avenue Monbijou 8,
4960 Malmedy,
Tel.: +32 (0)80/79 90 40 80

St. Vith,
Klosterstr. 32,
4780 St.Vith,
Tel.: +32(0)80/228056

Letzte Änderung: 11-Aug-2020

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